ANGEFAHREN – LIEGEN GELASSEN – EINGESPERRT – DAHINGESIECHT

Angefahrene Tiere, die in klirrendem Regen oder Schneefall sterben müssen – für jene, die für Tiere bedingungslose Liebe empfinden, eine der wohl schmerzlichsten Vorstellungen überhaupt. Wie gebrochen muss das kleine Tierherz in diesen trostlosen Momenten nur sein. Der Mensch lässt es da liegen. Schmerzerfüllt. Kalt. Keiner, der es in diesen Minuten, Stunden, mitunter Tagen begleitet. Keiner, der seine schützenden, warmen Hände um das leidende Geschöpf legt und zu ihm sagt: «Es wird alles gut, weine nicht.»

 

Einen Menschen würden wir nicht liegen lassen

Gleiches dem Menschen zuzumuten, ist unvorstellbar. Niemals würden wir einen sterbenden Menschen alleine liegen lassen und ihn seinem Schicksal überlassen.

Warum ist das so?

Warum unterscheiden wir?

 

Unsere Verantwortung

Leben ist Leben, ganz gleich, ob Mensch oder Tier. Wir haben eine Verantwortung zu tragen, wir haben ein Gewissen, wir haben einen Verstand, und eigentlich auch Mitgefühl. Wo bitte sehr ist all das geblieben?

Wir werden als der erbarmungsloseste Erdbewohner aller Zeiten in die Geschichte eingehen. Wollen wir das?

 

Macht verdammt nochmal die Augen auf!

Ein Appell an alle: Rettet Tiere, setzt euch für die Schwachen ein, befreit verletzte, leidende, geschundene und schlecht gehaltene Tiere aus ihrer misslichen Lage. Esst Fleisch aus artgerechter Haltung – noch besser: Verzichtet ganz darauf. Besucht keine Zirkusse, Zoos und Touristenattraktionen. Trägt keinen Pelz, keine Daune und keine Angorawolle. Haltet Tiere nicht in kleinen Käfigen. Seht euch draussen um, ob jemand eure Hilfe braucht, sei es «nur» ein Igelchen, das durstig ist. Macht einfach verdammt nochmal die Augen auf! So schwer kann es doch nicht sein?!

 

Wir dürfen nicht vergessen, letztlich schreiben wir unsere Geschichte und die der irdischen Mitbewohner selbst …

 

Es grüsst

Lex van Ikon

Schwarzmalerin

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